Kanzlei Jan Seelhorst · Einbürgerung
Einbürgerung
Wir beraten und vertreten bei Einbürgerungsanträgen, langen Bearbeitungszeiten, Identitätsfragen, Lebensunterhalt, Ablehnungen und Problemen wegen Straftaten.
Deutsche Staatsangehörigkeit beantragen
Die Einbürgerung ist für viele Menschen ein wichtiger Schritt. Häufig geht es nicht nur um den Antrag selbst, sondern auch um Fragen zu Aufenthaltszeiten, Lebensunterhalt, Identität, Pass, Straftaten, Sprachkenntnissen und langen Bearbeitungszeiten.
Wir prüfen, ob die Voraussetzungen vorliegen, welche Unterlagen benötigt werden und wie auf Nachforderungen oder Verzögerungen der Einbürgerungsbehörde reagiert werden kann.
Aktuelle Rechtslage
Neues Staatsangehörigkeitsrecht seit 2024
Seit dem 27. Juni 2024 gilt das modernisierte Staatsangehörigkeitsrecht. Eine Einbürgerung kann nun grundsätzlich früher möglich sein. Außerdem ist Mehrstaatigkeit im deutschen Recht grundsätzlich zugelassen. Sie müssen Ihren bisherigen Pass also nicht mehr abgeben.
Gleichzeitig bleiben viele Einzelfragen schwierig. Besonders häufig sind Probleme bei der Sicherung des Lebensunterhalts, bei der Identitätsklärung, bei Straftaten, bei Unterbrechungen des Aufenthalts oder bei sehr langen Bearbeitungszeiten.
Deshalb ist es sinnvoll, den Antrag gut vorzubereiten und frühzeitig zu prüfen, ob Hindernisse bestehen, die später zu Rückfragen, Verzögerungen oder einer Ablehnung führen können.
Wichtig vor dem Antrag
- Aufenthaltszeiten prüfen
- Lebensunterhalt klären
- Identität und Passfragen vorbereiten
- Straftaten und Strafbefehle prüfen lassen
- Unterlagen vollständig zusammenstellen
Lange Bearbeitungszeiten
Einbürgerung in Bielefeld und anderen Städten
In vielen Städten und Kreisen dauern Einbürgerungsverfahren aktuell sehr lange. So ist zum Beispiel in Bielefeld aktuell mit Bearbeitungszeiten von etwa drei Jahren zu rechnen. Für Betroffene kann das erhebliche Auswirkungen auf Planungssicherheit, Beruf, Familie und persönliche Perspektive haben.
Ein Beratungsfokus liegt deshalb auch darauf, ob ein kurzfristiger Umzug in eine andere zuständige Kommune sinnvoll sein kann. Das muss im Einzelfall sorgfältig geprüft werden, weil Zuständigkeit, Wohnsitz, Verfahrenstand, familiäre Situation und praktische Folgen zusammen betrachtet werden müssen.
Unsere Unterstützung
Wobei wir bei der Einbürgerung helfen
Einbürgerungsantrag
Wir prüfen vor Antragstellung, ob die Voraussetzungen für eine Einbürgerung vorliegen. Dazu gehören Aufenthaltszeiten, Aufenthaltstitel, Sprachkenntnisse, Einbürgerungstest, Lebensunterhalt und die erforderlichen Unterlagen.
Lebensunterhalt
Wir beraten, wenn die Behörde Zweifel an Einkommen, Arbeitsvertrag, Probezeit, Selbstständigkeit, Sozialleistungen oder Unterhaltspflichten hat. Gerade beim Lebensunterhalt kommt es auf eine genaue Prüfung des Einzelfalls an.
Identität und Pass
Wir unterstützen bei Problemen mit Identitätsklärung, Passbeschaffung, abweichenden Schreibweisen, fehlenden Urkunden oder Zweifeln der Behörde an den vorgelegten Dokumenten.
Straftaten und Einbürgerung
Wir prüfen, welche Auswirkungen Strafbefehle, Geldstrafen, laufende Ermittlungsverfahren oder Verurteilungen auf eine Einbürgerung haben können. Nicht jede strafrechtliche Belastung führt automatisch dazu, dass eine Einbürgerung ausgeschlossen ist.
Untätigkeit und Verzögerung
Wenn die Einbürgerungsbehörde über lange Zeit nicht entscheidet, prüfen wir Sachstandsanfragen, Fristsetzungen und eine mögliche Untätigkeitsklage. Gerade bei jahrelangen Bearbeitungszeiten kann rechtliches Vorgehen sinnvoll sein.
Umzug und Zuständigkeit
Bei sehr langen Bearbeitungszeiten prüfen wir auch, ob ein Umzug in eine andere Kommune sinnvoll sein kann. Dabei geht es nicht um eine pauschale Empfehlung, sondern um eine konkrete Abwägung von Zuständigkeit, Verfahrensstand und persönlichen Umständen.
Wann anwaltliche Hilfe sinnvoll ist
Anwaltliche Beratung ist besonders sinnvoll, wenn bereits Rückfragen der Behörde vorliegen, Unterlagen nicht anerkannt werden, Straftaten im Raum stehen oder das Verfahren über lange Zeit nicht bearbeitet wird.
Auch vor Antragstellung kann eine Prüfung helfen, Fehler zu vermeiden und das Verfahren gut vorzubereiten.
Sie benötigen Unterstützung bei der Einbürgerung?
Schildern Sie uns kurz Ihr Anliegen und fügen Sie Schreiben der Einbürgerungsbehörde, Aufenthaltstitel, Einkommensnachweise, Arbeitsvertrag, Strafbefehl oder Urteil möglichst direkt bei. Wir prüfen anschließend, ob und wie wir Sie unterstützen können.
